Archiv der Kategorie: Allgemein

C wie Customizing

abapDie SAP-Welt hat Ihre eigene Sprache und oft auch eigene Vorstellungen. „Customizing“ ist eine unausweichliche Begrifflichkeit in diesem Sprachraum.

Warum ist SAP so erfolgreich? Das Unternehmen hat bei der Softwareprogrammierung einen anderen Weg gewählt als andere Anbieter auf dem Markt. Dem System liegt eine Betriebswirtschaftliche Betrachtung eines Betriebes zu Grunde um die eine Softwarelösung gelegt wurde.

Was heißt das? Das Unternehmen SAP hat sich vorgestellt, dass es in jedem Unternehmen Gemeinsamkeiten gibt. Diese Gemeinsamkeiten werden in sog. Modulen zusammengefasst. Ein Modul ist gleichzusetzen mit einem Baustein.

Als Unternehmen kaufe ich nach einem Lizenzmodell einen Baustein. Zum Beispiel „HR“ für Human Resources (deutsch: Personalabteilung). Vorteil ist, dass SAP für eine Standardfirma etliche Szenarien festegelegt hat. Lohnabrechnung, Einstellung, Mitarbeiterverwaltung usw. Ich als Kunde bediene mich dieses Werkzeugkastens und nutze die Programme die sich hinter Transaktionen verstecken.

Klingt eigentlich logisch, aber in der Praxis sieht es doch anders aus.
Zum Glück ist nicht jedes Unternehmen wie jedes Andere. Wie könnte so Erfolg, Wettbewerbsvorteile und Alleinstellungsmerkmale auf dem Markt entstehen?

Hier exakt an der Stelle brauchen wir „Customizing“. Programmierer, externe Berater passen das Programm nach meinen Wünschen an. Das können globale Änderungen sein – indem Programme mit Unternehmensparametern versehen werden oder grundsätzliche Änderungen im Quelltext der Software.

Doch Vorsichtig! SAP Wettbewerbsvorteil ist, dass Änderungen (in der Regel) schnell aufgenommen und verarbeitet werden. Das heißt zum Beipiel, dass neue Steuerrichtlinien kurz nach der Veröffentlichung den Kunden zur Verfügung stehen, damit Änderungen fürhzeitig geteste und in die Software eingeflochten werden können. Die Basis für die Änderungen ist das im Standard ausgelieferte SAP-System. Je tiefgreifender die Änderungen im SAP sind, desto Fehleranfälliger ist die Software bei Änderungen. Das kann wahre Problemketten nach sich ziehen.

Daher gilt beim Customizing meine Lieblingsfaustregel:
„So viel wie nötig, so wenig wie möglich“

Beste Grüße,
Mario

B wie Basis

Die Basis ist ein Modul des SAP-Systems. Besser gesagt es war ein Modul. In den SAP-Schulungen wird diese Abteilung nur noch Netweaver-Team oder ähnliches genannt, bedingt durch Marketing und technologische Weiterentwicklung in Richtung Java.

Alter Wein in neuen Schläuchen? Vielleicht. Basis ist nach wie vor weit verbreitet und ist das  SAP-Modul hautpsächlich für Administatoren.

Im Modul erfolgt die Systemüberwachung, Nutzerverwaltung usw… Aber auch „normale“ Benutzer nutzen Basisfunktionalitäten. Beispielsweise beim Drucken.

Technische Fragen, Installationen, Wartungen, Architektur, Projekte, Implementierung – alles das sind Aufgaben für die SAP-Basis.

Wie könnte ein Vormittag eines Basisadministratoren aussehen?
Wie im SAP das Sheduling, hat der aktive Basismitarbeiter viele Aufgaben und Termine.

terminkalender

8:00SSAA – Schnellüberprüfung des System auf Fehler, Auffälligkeiten

10:00SU01 – Benutzer anlegen

10:15PFCG – Rolle mit den dazugehörigen Rechten erstellen, da der 10:00 Benutzer neue Tätigkeiten ausübt die zur Zeit noch nicht abgebildet werden.

10:30SE10 – Transport der Rolle freigeben

10:45STMS – Transport (4 Augenprinzip) der neuen Rolle

11:00SU01 – Benutzer die Rolle zuweisen und informieren

11:00 – 12:30Sitzung PI – Der Business Connector soll durch SAP PI abgelöst werden (Soll). Die Schnittstellen werden Priorisiert (Ist), das Change Management begonnen und eine grobe Projektterminierung (PM) gestartet.

13:00 – 14:00 – Sitzung mit der Personalabteilung- Die Mitarbeiter haben von Bekannten aus anderen Unternehmen gehört, dass es viele Möglichkeiten gibt Prozesse zu vereinfachen und weniger Papier zu verwenden. Bei der Buchung für den Sommerurlaub haben die Mitarbeiter von tollen Erfahrungen bei Onlinebuchungen gesprochen… Die Basis notiert.

Kaffee! 😉

Beste Grüße,

Mario

Die wichtigsten Transaktionen für Administratoren

Einleitung

Die Funktionen und Unterprogramme werden im SAP über sogenannte Transaktionen aufgerufen. Jedes Programm hat einen eigenen Code. Die Benutzerverwaltung verbirgt sich hinter dem Code SU01.  Für jede Anwendergruppe sind andere Transaktionen wichtig. Ein Mitarbeiter aus dem Finanzwesen arbeitet in anderen Bereichen der Sofware als ein Systemadministrator.

Wer welche Transaktionen aurufen darf wird über Rechte und Rollen gesteuert.

Auf den Punkt gebracht

Die wichtigsten Transaktionen für Administratoren habe ich im Netz als PDF zusammengefasst gefunden.

Zu den Hauptätigkeiten gehört die Benutzerverwaltung, -überwachung, alles rund um Drucker, Datenbankkontrolle…
Die Dokumentensprache ist englisch, aber das sollte in der IT keine Hürde sein.

pdf

Quelle: http://www.klausutech.com/downloads/tc.pdf

Beste Grüße,

Mario

A wie ABAP

Das Nervensystem jeder Software ist die Programmierung. Die Programmiersprache von SAP ist ABAP. ABAP steht ursprünglich für „Allgemeiner-Berichts –Anwendungs-Prozessor“, heute ist aber „Advanced-Business Application Programming“ weitesgehend verbreitet.

In Abap wurden alle Module der SAP-Software geschrieben. In der Netweaver Technologie wird sowohl auf ABAP als auch auf JAVA zurückgegriffen. ABAP ist eine reine SAP-Programmiersprache und lässt sich in keinem anderen Framework kompilieren.

SAP hat diese Programmiersprache entwickelt um den Ansprüchen für Massenverarbeitung und einer betriebswirtschaftlichen Softwarearchitektur gerecht zu werden. Für diese Zwecke wurde bei der Entwicklung auf schnellen Tabellenzugriff, Mehrfachzugriff auf Tabellen uvm. geachtet.

Programme werden in der sog. „Workbench“ geschrieben, dann getestet und nach einem erfolgreichen Test durch das Transportsystem in die Software eingespielt.

abap_firstprogram

(Bildquelle: http://zieglers.files.wordpress.com/2006/09/abap_firstprogram.jpg)

Beste Grüße,
Mario

SAP Netweaver Process Integration 7.1 (Minivortrag)

Einstieg zu SAP PI

Große Systeme decken viel Aufgaben ab, aber keine Software kann alle Aufgaben übernehmen. Verschiedene Produkte kommen für unterschiedliche Anwendungen und Geschäftsvorfälle zum Einsatz. Die Frage ist doch, wie vernetze ich die Programme miteinander. Software ist von Menschen gemacht und hat im Bezug auf die Kommunikation sehr menschliche Eigenschaften. Nicht jeder kann mit jedem und die wir sprechen nicht alle die gleiche Sprache. Die Herausforderung liegt nun darin die gemeinsame Grundlage zu finden.

Im Bezug auf SAP heißt die Technologie „SAP PI“. Ehemals Business Connecter, ehemals XI. PI steht hier für Process Integration. Das bedeutet soviel, dass nicht nur technologisch eine Anbindung der Schnittstellen angedacht ist, sonder ganze betriebswirtschaftliche Prozesse über Softwaregrenzen hinweg betrachtet werden. SOA (Servcie Orientierte Architectur) nennt das der Experte. Noch ist es eine Vision, aber die Zukunft hat noch nie auf sich warten lassen.

Text noch in Bearbeitung!