CSOL / Solution Manager / Objetksperren / Objectlocks

CSOL Solution Manager

Umfeldbeschreibung

  • 1ne Landschaft
  • 2 SAP Stränge mit gleicher Produktion
    • Strang 1 = z. B. Entwicklung für Softwarerelease (hier DEV, QUA, PRO)
    • Strang 2 = z.B. Wartungschiene (INS, APP)
  • zentraler Solution Manager an den alle Systeme angeschlossen sind

Fakten

  • CSOL = Systemübergreifende Objektsperren
  • Objektsperren schützt die Landschaft vor Überschreibungen bzw, verhindert ein gemeinsames Arbeiten an den gleichen Objekten
  • Sperren werden  zentral in SolMan gehalten
  • Objektsperren sind ein- und ausschaltbar
  • die Objektsperre ist ein Teil des CHARM Prozesses (Change und Release Management)
  • Sperren werden auf alle Mandanten geschrieben oder pro Mandant gehalten
  • Nach einem Transport in die Produktion werden Objektsperren automatisch gelöst
    • der Transport muss erfolgreich sein
    • max. RC 4
    • wenn > RC4, muss die Objektsperre nachträglich gelöst werden

Transaktionen bzw. Reporte

  • /TMWFLOW/CONFIG_SERVICES – zur Einrichtung der Objektsperre
  • /TMWFLOW/LOCKMON – Übersicht der gehaltenen Objektsperren auf Transportebene und Möglichkeit diese zu lösen
  • TMW_TRKORR_LOCK_UPDATE Report zum aktualisieren der Objektsperren in den Subsystemen (hier: DEV / INS)
  • TMW_CONTROL_PROJECT_LOCK  Report um im System die Objektsperre zu (de)aktivtieren

Praxisbeispiel (P)

  1. In der Entwicklung wird ein Objekt bearbeitet (DEV)
  2. wenn die Objekte in einen Transport aufgenommen werden, schreibt das System eine Objektsperre weg
  3. der Solution Manager kennt und hält die Information des gesperrten Objekts
  4. in der Wartung (INS) kann das Objekt nicht bearbeitet werden
  5. Versionskonflikte werden, gleichzeitiges bearbeiten wird verhindert
  6. Wenn der Entwickler auf der INS das Objekt bearbeiten möchte, erhält er einen Hinweis, dass in der DEV eine Objektsperre gehalten wird.
  7. Bearbeiten ist nicht möglich (Außer: die Objektsperre wurde lediglich als Warnung eingerichtet. Dann erhält der Programmier einen Hinweis und dieser kann einfach übergangen werden – ein Schutz ist nicht gegeben)

Praxisbeispiel (1) – Objektsperre lösen
Fortsetzung des oberen Beispiels (P)

  1. Es gibt einen dringenden Fehler auf der Produktion (PRO) der durch einen Hinweis von SAP auf der nur Linie INS > APP > PRO gelöst werden kann, weil hier dringende Korrekturen vorgenommen werden
  2. Priorität wird erkannt und entschieden, dass die Lösung des Problems wichtiger ist als die aktuelle Entwicklung
  3. Objektsperre wird gelöst auf der DEV
  4. Objekt kann auf der INS bearbeitet werden, auf der APP getestet und in die PRO geliefert
  5. Problem in der Produktion ist gelöst PRO

Praxisbeispiel (2) – Objektsperre aktualisieren
Fortsetzung des oberen Beispiels (P)

  1. Eine Entwicklung auf der DEV ist nicht mehr nötig oder fälschlicherweise ein Objekt bearbeitet worden
  2. Entwickler auf der DEV erkennt das Problem
  3. Objekte werden aus dem Transportauftrag des DEV gelöscht
  4. der Entwickler aktualisiert seine Objektsperrinformationen mittels Report (SE38 > TMW_TRKORR_LOCK_UPDATE)
  5. Das Objekt ist zur Entwicklung wieder freigegeben

Ich hoffe hier einen Einblick in die Objektsperren gegeben zu haben. Es gibt noch großere Herausforderungen je nach der größe der Landschaft und der Umsetzung von Prozessen (CHARM / Retrofit).

Beste Grüße,
Mario