SAP XI/PI/PO TMS Transport Troubleshooting in Dualstacksystemen

SAP ist in ABAP programmiert. Die SAP-PI ein Hybrid mit Anteilen aus dem ERP-Core in ABAP und einem großen Anteil in JAVA. Diese beiden Landschaften miteinander zu verheiraten ist nicht immer leicht.
Hier im Artikel: Dualstacksysteme ab 7.1

Im Transportmanagement schlägt genau dieses Problem auf. Im NWA werden die Objekte angelegt, eine unsagende kryptische Nummer vergeben und dann über die ABAP Schicht transportiert.

Heißt: Die Entwickler bauen ihre Szenarien und Konfigurationen zusammen und (durch die Funktionstrennung im 4-Augen-Prinzip) transportiert der Adminitrator im ABAP-Stack über die Transaktion STMS.

Dabei wird der Transport so durchgeführt wie „im normalen“ ABAP-Betrieb und zusätzlich baut der ABAP-Stack eine Verbindung zum JAVA-Stack mit einem eigens hinterlegten User und Port auf und legt die Dateien dort ab. Es kann eingestellt werden, ob die Änderungen automatisch aktiviert werden oder über eine Änderungsliste freigegeben und aktiviert werden soll.

Das zum groben Prozess und dabei können natürlich verschiedene Probleme auftreten. Dabei möchte ich Euch helfen die Probleme eingrenzen zu können. Leider ist das Protokoll nicht immer sprechen genug, daher meine persönliche Liste.

Troubleshootingliste

1. Änderungsliste, User „all“

Im besten Fall hat der Transport sogar geklappt, aber wird nicht unter dem eigenen oder anderen User gezeigt. Hier den Filter auf „all“ setzen und es könnte die Änderung im System angekommen sein.
Es kann auch sein, dass eine offen Änderungsliste einen weiteren Transport verhindert, weil Objekte gesperrt werden.

Also: Check der Liste, am besten leeren und auf User „all“ filtern.

2015-02-24 10_57_13-Configuration_ Integration Builder

 

2. Ports prüfen 5##0

An vielen Stellen müssen Ports angeben werden. Diese sind vierstellig und haben gerne Zahlendreher. Eine falsche Zahl an der falschen Stelle und es funktioniert nicht. Im System werden die wie folgt vergeben:
5##0. Die beiden Rauten in der Mitte sind Platzhalter für die System-ID.
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3. SM59 Http-Verbindung „CTSDEPLOY“

Für die Verbindung zum ABAP zum JAVA wird eine RFC-Verbindung aufgerufen (SM59) > HTTP Verbindung.
Diese Verbindung muss funktionieren und auch insbesondere der hier hinterlegte User (J2EE_CTS) benötigt ein funktionierendes Passwort.  Auch hier beim Port aufpassen.
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4. Logical Port  CTSDEPLOY

Dieser Port wird benutzt die Verbindung aufzubauen und den Transport zu bewegen.
Dieser Port muss vorhanden sein und baut auf die RFC-Verbindung auf.
Proxyklasse: CO_TFLDEPLOY_PROXY_VI_DOCUMENT
Logicalport: CTSDEPLOY

5. Webdienste SICF / *TMS*

Für das Deployment benötigt man zahlreiche Dienste – je nachdem welche Dienste abgebildet werden und welches Szenario gewünscht ist.

Eine mögliche Option alle Dienste zu erfassen ist die Transaktion aufzurufen (SICF) und auf alle Transportmanagementdienste zu filtern: *TMS*

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Dann werden alle Dienste aufgelistet. Diese können jetzt nacheinander aktiviert werden.

6. Systemuser

Am wichtigsten sind die User TMSADM (der Standardtransportuser). Falls dieser zurückgesetzt wurde, das Passwort geändert wurde, hat das erhebliche Auswirkungen auf das System.

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Zusätzlich sollte auch der User NWDI_CTSADM geprüft werden. Sind die Berechtigungen ausreichend (in der PFCG checken) und ist dieser an den richtigen Stellen mit dem aktuellen Passwort hinterlegt.

7. Transportkonfiguration und -parameter prüfen

Für jedes System sind die Transportparameter hinterlegt. Diese werden über die TA: STMS > Systemübersicht > klick auf das System aufgerufen.
Das ist das Herzstück der Konfiguration. Die Paramtereinstellungen und -auswirkungen sind bei der SAP oder im SDN abrufbar.
Zum Beispiel kann es sein, dass die Transportdateien nicht abgerufen werden können und nicht weggeschrieben werden. Das wäre beispielsweise der Paramter „TRANSDIR“.

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8. Transportrouten

Wichtig ist auch, dass die Systeme und Transportrouten richtig konfiguriert sind.
Den Absprung schafft man über STMS > Transport Routes (Graphical Editor).

Grundsätzlich wird hier der Weg von der Entwicklungsumgebung > zur Abnahme > in die Produktion gepflegt.

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Beste Grüße,

Mario